12 Tipps für ein entspannteres Wochenbett

In den ersten Tagen nach der Geburt fühlt man sich schlapp und müde. Das ist was ganz normales. Man sollte versuchen sich anfangs so gut wie möglich zu erholen.

Gerade in den ersten Wochen nach der Geburt passiert sehr viel. Die Gebärmutter bildet sich zurück. Der Körper stellt sich auf das Stillen ein. Der Nacht-Rhythmus ändert sich ebenfalls, da man häufiger aufstehen muss, um das Baby zu füttern und zu wickeln.

Hier sind einige Tipps für ein entspannteres Wochenbett:

Wochenbett

Besuch im Wochenbett

Meistens möchte man sein Baby am liebsten allen sofort zeigen, doch es läuft nicht davon ;). Wenn man nicht täglich Besuch bekommt, fällt es leichter, schnell eine intensive Bindung zu dem neuen Familienmitglied aufzubauen.

Besuch sollte nur empfangen werden, wenn man sich danach fühlt und es einem gut geht. Es kann sonst sehr anstrengend für Mutter und Kind sein.

Tipp: Die Entscheidung, wann und wie viel Besuch du bekommst, liegt natürlich bei dir. Du bist die Person, die sich erholen muss.

Der Besuch im Wochenbett kommt um das Baby zu sehen und nicht um bewirtet zu werden. 

Tipp: Du kannst ruhig bitten, dass Freunde z.B. Kuchen mitbringen und die Familie vielleicht ein warmes Essen. So wirst du entlastet und musst dich um nichts kümmern.

Wenn der Besuch zu lange bleiben sollte, ist es OK zu sagen dass man sich ausruhen möchte. Zu viel Trubel ist auch für das Baby anstrengend, da es alle Eindrücke vom Tag im Schlaf verarbeiten muss.

Probleme mit der Schwiegermutter

Viele Frauen entwickelt während der Schwangerschaft eine Abneigung zu ihrer Schwiegermutter.

Mein ET ist in 2 Wochen und momentan schiebe ich richtig Panik vor meiner Schwiegermutter… ich bekomme jetzt schon Bauchschmerzen bei dem Gedanken ihr das Baby z. B. auf den Arm geben zu müssen.

Forumeintrag von Vici

Das hat evolutionäre Ursachen. Die Schwiegermutter kommt aus einem anderen “Stamm” und die Angst ist sehr groß, dass man einfach überstimmt wird und das Baby einem weggenommen wird. Das ist ein Schutzmechanismus unserer Vorfahren und diese Angst ist heutzutage unberechtigt.

Tipp: Versetzte dich in die Lage der Schwiegermutter. Stell dir vor dein Sohn wird Vater und deine Schwiegertochter möchte nicht, dass du das Kind hältst. Wie würdest du dich fühlen? Versuche auch offen mit deinem Partner darüber zu reden.

Ist jedoch die Schwiegermutter zu penetrant und will das Baby ständig haben, sollte man hier klare Grenzen ziehen und sagen wenn es zu viel wird. Es kann schnell passieren, dass man die Schwiegermutter als Konkurrentin sieht wenn sie sich zu viel einmischt.

Tipp:  Versuche es zuerst mit Reden zu lösen bevor du die Sache eskalieren lässt.

Hier ist noch ein interessanter Artikel dazu.

Es hat bestimmt hunger!

In den ersten Tagen ist man sehr emotional geladen und sollte versuchen auf Aussagen wie: Wie lange willst du noch stillen?Hast du genug Milch? oder Wieso weint das Baby?, Es hat bestimmt hunger! zu ignorieren.

Es gibt Situationen, wo z.B. die Mutter oder Schwiegermutter etwas unpassendes sagt und einen vielleicht verunsichert. Sie meinen es nicht böse, aber es kann einem nahe gehen.

Man sollte daher versuchen auf solche Kommentare nicht einzugehen und einfach auf sein Bauchgefühl hören. Man lernt nämlich sehr schnell was richtig für das Baby ist wenn es weint.

Tipp: Wenn dein Baby viel schreien sollte, müssen es nicht zwingend Koliken sein. Babys bekommen nicht selten durch die Geburt eine Blockade. Du kannst dein Baby (am besten im ersten Lebensmonat) beim Kinderosteopathen untersuchen lassen. 

Haushalt nach der Geburt

Im Wochenbett kann man die Unterstützung beim Haushalt gut gebrauchen. Wäsche waschen, Aufräumen und Kochen können auch mal Angehörige übernehmen.

Tipp: Nimm jede Hilfe an, die dir angeboten wird. Wenn dir alles zu viel wird, frage nach Hilfe.

Wenn Eltern oder Schwiegereltern weiter weg wohnen, kann man sie bitten für z.B. eine Woche vorbeizukommen und sich nur um den Haushalt zu kümmern. Falls diese Möglichkeit besteht, kann man sich in dieser Zeit nur auf das Baby konzentrieren.

Tipp: Versuche dich vor allem in den ersten 2 Wochen nach der Geburt viel auszuruhen und mache möglichst keinen Haushalt. Da dein Baby zu Beginn viel schläft, kannst du diese Zeit ebenfalls gut zur Erholung nutzen.

Essen vorkochen

Wenn das Baby da ist, bleibt manchmal keine Zeit sich um das Essen zu kümmern. Um sich nicht zu viel von Fast Food zu ernähren, kann man einiges vorkochen und einfrieren oder in Gläser einlegen.

Tipp: Frage deine Mutter oder Schwiegermutter ob sie für dich was vorkochen können. Sie helfen gerne.

Gesund ernähren

Gesunde Ernährung ist das A und O im Wochenbett. Man sollte täglich grünen Blattsalat, sowie Gemüse (wie Möhren, Paprika, Fenchel, Gurke) und Walnüsse essen. Dadurch werden viele wichtige Vitamine und Nährstoffe, die wichtig für Bildung der Milch sind, aufgenommen.

Durch die vielen Ballaststoffe bekommt man auch keine Probleme mit dem Stuhlgang.

Tipp: Wenn du stillst, trinke viel Wasser und mache dir zwischendurch immer mal wieder ein kräftige Hühnerbrühe. Diese gibt dir Kraft und Energie die du für die schnelle Genesung brauchst.

Wochenfluss

Die Blutungen nach der Geburt (Wochenfluss) ist völlig normal. Die vaginale Blutungen, dauern in der Regel zwischen zwei und sechs Wochen. Die Farbe der Blutung kann während dieser Zeit variieren.

Tipp: Da du viele Binden verbrauchst bietet sich eine Sparpackung (Amazon) an. Die Binden von Camelia sind vom Tragekomfort am sehr angenehm, da sie sehr weich sind.

Tipp 2: Um dich nach jedem Toilettengang frischer zu fühlen, spül dich bei Bedarf unten herum ab. Du kannst hierzu eine Tasse oder kleine Schüssel neben das Waschbecken oder in den Unterschrank stellen.

Spazieren gehen nach der Geburt

Kurze Spaziergänge sind in Ordnung. Vor allem, wenn das Wetter schön ist, möchte man nicht lange zu Hause bleiben. Trotzdem sollte man es seinem Beckenboden zuliebe nicht übertreiben. Auch wenn man sich fit fühlt, braucht der Körper eine Erholungsphase.

Tipp: Mache viele Ruhepausen und schlafe zwischendurch. Dadurch bekommst du Kraft und kannst deinem Baby helfen sich von der Geburt zu erholen.

Rückbildungskurs

Nach ca. 6 Wochen sollte man einen Rückbildungskurs machen, um den Beckenboden wieder zu stärken. Das beugt auch einer Blasenschwäche (Harninkontinenz) vor.