Ab wann sollte man eine Hebamme suchen?

Viele schwangere Frauen stellen sich die Frage: ab wann sollte ich mir eine Hebamme suchen? Ab wann eine Hebamme sinnvoll ist, hängt jedoch von der Person selbst ab und ob man die Hebamme für die Vorsorge oder nur für die Nachsorge haben möchte.

Einige Frauen suchen die Hebamme erst sehr spät. Das kann jedoch zu dem Problem führen, eventuell keine mehr zu bekommen. Es ist deshalb grundsätzlich ratsam eine Hebamme vor der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) zu suchen. Denn gute Hebammen sind schnell ausgebucht.
Da zur Zeit ein Babyboom herrscht, ist es nicht verkehrt sogar direkt nach der 12. SSW auf die Suche zu gehen. Nach den ersten 12 Wochen ist die kritische Phase nämlich vorbei.

Eine Hebamme bereut nur eine bestimmte Anzahl von Frauen. Hat sie ihre Kapazitäten erreicht so kann sie keine weitere Frauen annehmen.

Wenn man sich bei der Hebamme früh meldet, wird man meistens auf eine Liste gesetzt und wird gebeten sich in ein paar Wochen nochmal zu melden. So kann die Hebamme besser planen, falls es sich jemand doch anders überlegt hat.

Ab wann Hebamme suchen

Die richtige Hebamme finden

Eine gute Hebamme ist Gold wert. Besonders wenn man im Sommer oder in der Ferienzeit entbindet.

Manche Hebammen machen Geburtsvorbereitungskurse, Akkupunktur und Babymassagen. Doch in erster Linie sollte man sich sympathisch sein.

Eine gute Hebamme macht folgendes aus:

  • Sie ist für dich da und man kann sie um Rat fragen
  • Bei Fragen kannst du sie jederzeit anrufen
  • Sie kommt nicht nur zur Nachsorge. Sondern macht auch die Vorsorge. D.h. sie ist alle 14 Tage vor der Geburt für dich da
  • Sie gibt dir Ernährungs- und Gymnastik-Tipps
  • Sie hört die Herztöne des Baby ab und bereitet dich körperlich und mental auf die Geburt vor
  • Zum Ende der Schwangerschaft schaut sie nach ob das Baby richtig liegt
  • Wenn das Baby da ist, kommt sie jeden Tag und kontrolliert ob man beim Stillen das Baby richtig anlegt und mit der neuen Situation klar kommt

Wo kann man eine Hebamme suchen?

Hier ist eine kleine Übersicht wo man bei der Suche einer Hebamme anfangen kann:

  • Man kann nach einer Empfehlungen von Bekannten fragen
  • In einigen Städten gibt es Zeitschriften wo alle freiberuflichen Hebammen gelistet sind. Hier steht auch meistens was sie alles machen (z.B. Akkupunktur oder Hausgeburten).
  • Man kann nach einer Hebamme online suchen: www.hebammensuche.de
  • Einige Krankenhäuser vermitteln Hebammen
  • Ein Beleghebamme, findet man im Krankenhaus wo man entbinden möchte. Hier kann man im Kreisssaal einfach anrufen und nachfragen.

Tipp: Vertraue bei der Suche nach einer Hebamme auf dein Bauchgefühl. Hast du eine Hebamme rausgesucht, kannst du sie anrufen und einen Termin vereinbaren.

Hebamme anrufen: Was soll ich sagen?

Viele Frauen sind etwas gehemmt, wenn sie an das Anrufen der Hebamme denken. Doch keine Angst am Telefon. Die Hebamme ist auch nur eine Frau und in den meisten Fällen auch eine Mutter. Sie wird von sich aus die richtigen Fragen stellen und erzählen was man alles machen kann.

Tipp: Falls du auch dich nicht richtig traust die Hebamme anzurufen, schreibe dir einen Termin in den Kalender und nimm es dir fest vor.

Ein Telefonat könnte z.B. so ablaufen:

Hallo. Ich bin die …
Ich bin schwanger und suche eine Hebamme.
Ich bin jetzt in der Schwangerschaftswoche … und mein Entbindungstermin ist am …
Haben Sie noch Kapazitäten frei?

Da die Hebammen täglich solche Anrufe bekommen, wissen sie was sie Fragen müssen und was wichtig ist.

Nach dem Telefonat kommt die Hebamme meist vorbei und stellt sich persönlich vor. Im persönlichen Gespräch merkt man schnell ob die Hebamme zu einem passt oder nicht.

Tipp: Frage deinen Partner, ob er beim Erstgespräch dabei sein will. Denn die Hebamme sollte auch ihm zusagen, falls sie eventuell bei Geburt dabei sein soll.

Einige Hebammen vertrösten einen und sagen, dass man nochmal später in der Schwangerschaft anrufen soll. Das ist meistens ein Zeichen dafür, dass sie schon ausgebucht sind und eigentlich keine Lust haben.

Erstgespräch mit der Hebamme

Eine Hebamme ist viel persönlicher als der Frauenarzt. Deshalb ist es wichtig eine echte Vertrauensbasis zu ihr aufzubauen.

Das Erstgespräch mit der Hebamme ist meistens sehr entspannt und dauert nicht all zu lange. Sie stellt sich vor und erzählt was von sich. 

Sie schaut sich den Mutterpass an und stellt dazu ein paar Fragen wie:

  • Verlauf der Schwangerschaft
  • Evtl. Erkrankungen oder Beschwerden
  • Vorherige Geburten (Spontan, Kaiserschnitt, Gewicht, Größe etc.)

Dann erzählt sie wie die Geburt ablaufen kann und gibt Tipps für die Schwangerschaft.

Als nächstes kann man seine Fragen stellen, wenn noch etwas unklar ist.

Tipp: Überlege dir im Voraus, was du von der Hebamme wissen möchtest. Willst du was über Ernährung, Ausstattung, Sport, Geschlechtsverkehr etc. wissen? Sie kann dir bei all deinen Fragen helfen. Und denke daran: Es geht um dich!

Bei weiteren Treffen kann man mit der Hebamme einen Geburtsplan erstellen, um so für sich festzustellen was man bei der Geburt möchte und was nicht in Frage kommt.

Tipp: Damit die Ärzte und Hebammen wissen was du bei der Geburt möchtest und was nicht, solltest du einen Geburtsplan erstellen. Hier eine kostenlose Vorlage.

Was kostet eine Hebamme?

Eine Hebamme kostet gar nichts. Man unterschreibt bei jedem Besuch ihre Anwesenheit und sie rechnet das dann mit der Krankenkasse ab.

Wie viel kostet die Rufbereitschaft einer Hebamme?

Eine Rufbereitschaft der Hebamme kostet ca. 250 Euro. Dafür hat sie für 4 Wochen 24 Stunden Rufbereitschaft. Je nachdem wann es losgeht, kommt sie zu erst zu einem nach Hause oder man trifft sich im Krankenhaus. Die Eigentliche Entbindung übernimmt die Krankenkasse.

Keine Hebamme gefunden: was machen?

Hat man keine Hebamme gefunden, kann man seinen Frauenarzt fragen. Vielleicht kann er vermitteln. Sonst im Krankenhaus. Meistens haben die Hebammen die dort arbeiten ein großes Netzwerk.

Nachsorge ohne Hebamme: geht das?

Grundsätzlich braucht man keine Hebamme zur Nachsorge. Ist es jedoch das erste Kind ist es nicht zu empfehlen nach der Geburt ohne Hebamme zu sein.

In den ersten Wochen wiegt die Hebamme das Babys um eine Gewichtszunahme festzustellen. Hat man keine Hebamme zur Nachsorge sollte man das Gewicht des Babys vom Kinderarzt kontrollieren lassen.

6 Wochen nach der Geburt sollte man zum Frauenarzt gehen. Hier wird nochmal kontrolliert, ob alles in Ordnung ist und sich alles zeitgerecht zurückentwickelt hat.

Tipp: Falls du das Gewicht deines Babys selbst kontrollieren möchtest, kannst du gute Babywaagen bei amazon kaufen (hier der Link zu den Baywaagen Bestsellern).