Wie kann man fruchtbare Tage berechnen?

Viele Frauen wünschen sich eine möglichst genaue und verlässliche Methode, um fruchtbare Tage im Zyklus zu bestimmen. Täglich googeln über 1000 Frauen nach: fruchtbare Tage berechnen.

Die Motive dafür sind unterschiedlich – manche möchten nur ihren Körper etwas besser kennen lernen, andere den günstigsten Zeitpunkt für eine Befruchtung herausfinden.

Einige nutzen die Methode auch zur Verhütung – dazu braucht es jedoch viel Erfahrung und eine sehr konsequente Umsetzung.

Täglich googeln über 1000 Frauen nach: fruchtbare Tage berechnen

Fruchtbare Tage der Frau lassen sich anhand ihrer Symptome mit etwas Erfahrung annähernd berechnen. Dafür stehen Apps wie digitale Eisprungrechner zur Verfügung.

Es ist aber auch möglich, mithilfe von regelmäßiger Temperaturmessung, Führen eines Menstruationskalenders und Beobachtung der Veränderung des Zervixschleims diese Berechnungen selbst auszuführen.

Im Folgenden ein Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Methode, fruchtbare Tage im Zyklus zu erkennen.

Der Menstruationszyklus: Fruchtbare Tage erkennen

Unter dem Menstruationszyklus verstehen wir die Zeit, die zwischen dem ersten Tag der Regelblutung und dem letzten Tag vor der nächsten Regel vergeht.

Der Menstruationszyklus dauert nicht bei allen Frauen und Mädchen gleich lang. Das ist vollkommen normal. Die oft angegebene Dauer von 28 Tagen ist lediglich ein Durchschnittswert, an dem man sich orientieren kann.

In der Realität sind Menstruationszyklen zwischen 23 und 35 Tagen gar nicht selten und gelten als vollkommen unbedenklich.

Man kann den Zyklus in vier Phasen unterteilen:

Menstruationsphase:
Die Phase der Regelblutung. Dauert ein bis fünf Tage.

Eireifungs- oder Follikelphase:
In dieser Phase baut sich die Gebärmutterschleimhaut durch den Einfluss von Östrogen auf. Die Hormone LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) sorgen für das Wachstum des Ovarialfollikels (darunter versteht man die Struktur, die die heranreifende Eizelle umgibt).

Ovulationsphase:
Nun steigt das Luteinisierungshormon (LH) stark an und löst den Eisprung aus. Die Eizelle wandert aus dem Follikel in den Eierstock.

Hormonspiegel

Fruchtbare Tage der Frau finden in dieser Phase statt. Eine Befruchtung kann somit nur in dieser Zeit stattfinden.

Aus dem restlichen Follikel entsteht das Corpus Luteum (Gelbkörper), das das Hormon Progesteron produziert. Wird die Eizelle nicht befruchtet, stirbt sie nach einigen Tagen ab.

Sekretionsphase oder Gelbkörperphase:
Progesteron sorgt dafür, dass sich in der Gebärmutterschleimhaut Drüsen herausbilden. Diese produzieren ein schleimiges Sekret, dass die Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter ermöglicht.

Kommt es zu keiner Befruchtung, sinkt der Hormonspiegel wieder ab. Gegen Ende dieser Phase wird die Gebärmutterschleimhaut mit der Regelblutung abgestoßen – ein neuer Zyklus beginnt.

Fruchtbare Tage: So werden sie bestimmt

Die Möglichkeit, schwanger zu werden, ist also auf einige wenige Tage rund um den Eisprung begrenzt. Wie kann man aber die fruchtbare Tage berechnen?

Dazu hilft es zu wissen, dass während der Ovulationsphase einige gut wahrnehmbare Veränderungen im Körper stattfinden. An diesen Anzeichen lässt sich ein Einsprung erkennen:

Diese Merkmale können in Kombination mit einem Fruchtbarkeitsrechner oder einem Eisprungkalender dazu genützt werden, die fruchtbaren Tage zu berechnen. Allerdings ist das mit etwas Aufwand verbunden:

Zunächst werden also Daten über die eigene durchschnittliche Zykluslänge, die morgendliche Basaltemperatur und die Beschaffenheit des Zervixschleimes gesammelt. Diese Daten trägt man in einen Eisprungkalender ein, um daraus die Zykluslänge zu berechnen. Bei einigermaßen regelmäßigem Zyklus ergibt sich ein Durchschnittswert, mit dem man die fruchtbaren Tage annähernd berechnen kann.

Wie das funktioniert, zeigt folgendes Beispiel:

Nehmen wir an, die durchschnittliche Zykluslänge beträgt 29 Tage. Innerhalb eines Jahres hat sie nie weniger als 27 und nie mehr als 30 Tage gedauert. Wenn wir davon ausgehen, dass die nächste Regelblutung relativ konstant vierzehn Tage nach dem Eisprung stattfindet, können wir den Eisprung annähernd bestimmen: Er findet dann um den 15. Tag des Zyklus herum statt.

Aber Achtung: Die Phasen vor und nach dem Eisprung sind leider nicht immer gleich lang. Die zweite Phase ist jedoch etwas einfacher zu bestimmen, weil sie zeitlich etwas stabiler ist – die folgende Regelblutung findet etwa 14 Tage nach dem Eisprung statt. Der Eisprung selbst kann aber in einer extrem kurzen Periode sogar noch während der Menstruation stattfinden.

Fazit: Je länger und genauer Daten über den eigenen Menstruationszyklus gesammelt und körperliche Symptome mit einbezogen werden, desto sicherer lassen sich die fruchtbaren Tage selbst bei unregelmäßigem Zyklus berechnen.

Fruchtbare Tage berechnen: Methoden, Tools und Apps

Selber rechnen ist nicht jedermanns Sache. Gibt es einen Test für fruchtbare Tage? Lassen sich die unfruchtbaren Tage ebenfalls bestimmen?

Es existieren einige Tools und Apps, die dabei helfen, die Zykluslänge zu berechnen. Ein Test der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2017 ergab jedoch, dass nur drei von den insgesamt 23 getesteten Apps auch zuverlässige Ergebnisse liefern (hier der Link zum Test).

Bemängelt wurde vor allem, dass viele Tools rein mathematische Ergebnisse liefern, die auf Berechnungen aus den eingegebenen Kalenderdaten beruhen. Sie liefern somit nur statistische Durchschnittswerte und bieten keine Funktion an, die Zyklusschwankungen mit einberechnet.

Es ist nicht möglich, anhand dieser Ergebnisse sicher herauszufinden, wann der Eisprung stattfindet und welche Tage tatsächlich fruchtbare Tage sind.

Die wenigen Apps, die im Test gut abschnitten, nutzen auch die Daten der sympto-thermalen Methode. Sie bezogen also Körpertemperatur und Beschaffenheit des Zervixschleims in ihre Berechnungen mit ein.

Diese Apps haben im Test mit “gut” abgeschnitten (verfügbar für Android und iOS):

Wichtig: Einige dieser digitalen Eisprungrechner sammeln private Informationen wie Name, Geburtsdatum und sensible Gesundheitsdaten. Das ist für die Berechnung der fruchtbaren Tage keinesfalls notwendig. Apps, die derartige Daten verlangen, sollten nicht benutzt werden!

Fruchtbare Tage: Tipps

Konnte diese Webseite die Frage auf: “fruchtbare Tage berechnen” beantworten? Nein?

Dann sind hier noch einige Tipps:

Wichtiger Hinweis dieser Seite

Bitte beachten Sie, dass der Besuch dieser Seite nicht den Besuch beim Arzt bzw. Gynäkologen ersetzen kann. Suche Sie unbedingt einen Arzt auf, wenn Sie unklare oder ernsthafte gesundheitliche Beschwerden haben!